|
Schwer behandelbare Depression |
Anmeldung über die behandelnde Fachärztin oder den behandelnden Facharzt per Online-Formular an die PIA.
* Tel.: 0391-67-13492
* Fax: 0391 67 15221
Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Magdeburg baut ihr Angebot für Menschen mit schweren, wiederkehrenden oder lang anhaltenden Depressionen und bipolaren Erkrankungen aus. Zusätzlich wird eine neue Spezialsprechstunde für schwer behandelbare affektive Störungen eingeführt. Beide Angebote greifen ineinander: Die Sprechstunde dient der vertieften diagnostischen Einordnung und Therapieplanung, die Station ermöglicht bei Bedarf eine intensive multiprofessionelle Behandlung.
Der Begriff „schwer behandelbar“ beschreibt Krankheitsverläufe, bei denen mehrere angemessen durchgeführte medikamentöse oder psychotherapeutische Behandlungen keine ausreichende oder anhaltende Besserung bewirkt haben oder Nebenwirkungen und Begleiterkrankungen die Therapie erschweren. In diesen Fällen werden Diagnose, bisherige Behandlungen, individuelle Belastungen und persönliche Ziele systematisch zusammengeführt.
Zu dem neuen stationären Angebot gehört eine individuell abgestimmte fachärztliche Diagnostik, Einzel- und Gruppenpsychotherapie, die Überprüfung der Medikation, Psychoedukation, also Informationen über die Erkrankung und den Umgang damit, sowie verschiedene Fachtherapien, sozialdienstliche Unterstützung und Angehörigengespräche. Begleiterkrankungen wie Angst- und Zwangsstörungen werden ebenfalls berücksichtigt. Bei entsprechender Indikation ergänzen spezialisierte medikamentöse oder neurostimulatorische Verfahren wie die Elektrokonvulsive Therapie die Behandlung.
Die neue Spezialsprechstunde richtet sich insbesondere an Patientinnen und Patienten mit schweren, wiederkehrenden oder chronischen depressiven und bipolaren Erkrankungen. Im Mittelpunkt stehen eine ausführliche fachpsychiatrische Untersuchung, die Erhebung des psychopathologischen und körperlichen Befundes, die Sichtung bisheriger Behandlungsversuche sowie die Überprüfung der diagnostischen Einordnung. Bei Bedarf erfolgen ergänzende Untersuchungen. Auf dieser Grundlage wird eine individuelle Empfehlung für die weitere ambulante, teilstationäre oder stationäre Behandlung erstellt. Die reguläre ambulante Versorgung wird dadurch gezielt ergänzt. Geleitet wird die Sprechstunde von PD Dr. med. Alexandra Neyazi und Oberarzt Tino Fischbach; ärztlicher Ansprechpartner ist Daniel Nebe.
„Schwer behandelbar heißt nicht unbehandelbar. Gerade bei komplexen Verläufen braucht es Zeit für eine sorgfältige Diagnostik, die genaue Auswertung bisheriger Therapien und einen realistischen, gemeinsam getragenen Behandlungsplan“, sagt Prof. Dr. med. Thomas Nickl-Jockschat, Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Magdeburg. „Mit der Spezialsprechstunde und dem neu ausgerichteten stationären Angebot verbinden wir ambulante Orientierung, intensive Behandlung und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse enger miteinander.“
Die neue Struktur schafft für besonders schwer betroffene Patientinnen und Patienten einen abgestimmten Weg von der spezialisierten ambulanten Einschätzung über die intensive stationäre Behandlung bis zur ambulanten Weiterbehandlung. Zugleich stärkt sie die Verbindung von Versorgung, Lehre und patientennaher Forschung am Standort Magdeburg.
weitere ambulante Angebote finden sie hier
|
Schwer behandelbare Depression |
Anmeldung über die behandelnde Fachärztin oder den behandelnden Facharzt per Online-Formular an die PIA.
* Tel.: 0391-67-13492
* Fax: 0391 67 15221
Anmeldung auch telefonisch möglich,
wenn online nicht möglich ist
Frau. B. Pulbere
0391 67 15024
Sprechzeiten: Mo bis Fr von 13:00Uhr bis 14:00Uhr
Psychiatrische Institutsambulanz
Haus 4, Raum 1.39
Leipziger Straße 44
39120 Magdeburg
Bei Notfällen außerhalb der Sprechzeiten
Zentrale Notaufnahme - Haus 60a
Letzte Änderung: 16.09.2026
- Ansprechpartner:
Webmaster