UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE

Station 4 - Schwerpunkt Psychosen

Eine Psychose kann verändern, wie ein Mensch sich selbst und seine Umgebung wahrnimmt. Ungewohnte Gedanken, Stimmenhören oder starkes Misstrauen können verunsichern und den Alltag erschweren. Auf Station 4 unterstützen wir Sie dabei, Ihre Erfahrungen einzuordnen, Beschwerden zu lindern und wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.

Psychosen sind behandelbar. Unser Ziel ist, dass Sie wieder mehr Lebensqualität gewinnen und Ihr Leben nach Ihren eigenen Vorstellungen gestalten können. Dabei zählen Ihre persönlichen Ziele: wieder besser schlafen, Beziehungen gestalten, einer Tätigkeit nachgehen oder mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten finden. Gemeinsam suchen wir nach den Schritten, die für Sie jetzt passen.

Für wen wir da sind

Diagnostik und Behandlung 

Beispielwoche
 

Angehörige

Krisenplan

Hilfreiche Links

 

Für wen wir da sind

Unser Schwerpunkt ist die Diagnostik und Behandlung psychotischer Erkrankungen. Dazu gehören:

  • Schizophrenie und schizoaffektive Erkrankungen
  • bipolare Erkrankungen, bei denen auch psychotische Beschwerden auftreten können
  • psychotische Beschwerden im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen, sogenannte organische Psychosen

Wir behandeln sowohl Menschen mit erstmals auftretenden Beschwerden als auch Menschen, die bereits frühere Erkrankungsphasen erlebt haben.

Auf Station 4 werden auch Menschen mit anderen psychischen Erkrankungen behandelt. Welche Station und welche Angebote geeignet sind, richtet sich nach dem individuellen Behandlungsbedarf.

 

Unser multimodales und multiprofessionelles Therapiekonzept

Wissenschaftlich fundierte Behandlung: Bei der Behandlung der Schizophrenie orientieren wir uns an der S3-Leitlinie Schizophrenie in ihrer aktuellen Fassung als Living Guideline. Sie wird regelmäßig anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisiert. Die Empfehlungen verbinden wir mit Ihrer persönlichen Situation, Ihren Wünschen und den gemeinsam vereinbarten Behandlungszielen.

Sie begegnen einem engagierten, offenen und humorvollen Team, das den Menschen hinter der Erkrankung sieht. Ein geschützter und wertschätzender Rahmen, eine verlässliche Tagesstruktur und tragfähige Beziehungen sollen Ihnen Halt und Orientierung geben.

Zu Beginn nehmen wir uns Zeit für Ihre aktuelle Situation, Ihre Vorgeschichte und Ihre Fragen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir einen Behandlungsplan, der Ihre Beschwerden, Ihre Stärken und Ihre persönlichen Ziele berücksichtigt.

Multimodal bedeutet: Wir verbinden medizinische und psychotherapeutische Behandlung mit Pflege, Ergo- und Musiktherapie, Bewegung und praktischer Unterstützung im Alltag. Multiprofessionell bedeutet: Ärztlicher Dienst, Psychologie, Pflege, Ergo- und Musiktherapie, Physiotherapie und Sozialdienst bringen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten ein und stimmen sich eng miteinander ab.

Erfahrungen und Gefühle lassen sich nicht immer leicht in Worte fassen. Gestalten, Musik und Bewegung bieten zusätzliche Möglichkeiten, sich auszudrücken, Spannungen wahrzunehmen und mit anderen in Kontakt zu kommen.

Die Bausteine greifen ineinander. So verbinden wir Bewegung und Ernährungsberatung mit der Kontrolle von Gewicht und Stoffwechsel; das in der Therapie Erarbeitete üben Sie auch in Alltagssituationen. Verlässliche pflegerische Begleitung und eine passende Tagesstruktur unterstützen Sie dabei. Welche Angebote Sie nutzen, richten wir nach Ihrem Bedarf, Ihren Wünschen und Ihrer aktuellen Belastbarkeit aus.

Unsere Diagnostik- und Behandlungsangebote

Eine sorgfältige Diagnostik bildet die Grundlage für Ihren Behandlungsplan. Darauf bauen die medizinischen, psychotherapeutischen und alltagsbezogenen Angebote auf.

Früherkennung und Differenzialdiagnostik

Ungewöhnliche Wahrnehmungen oder belastende Gedanken können verschiedene Ursachen haben. Wir klären, ob eine psychotische Erkrankung vorliegt, wie sie einzuordnen ist und ob andere Störungen die Beschwerden erklären oder zusätzlich bestehen.

Je nach Beschwerdebild berücksichtigen wir insbesondere:

  • organische psychotische Störungen, unter anderem bei Autoimmunenzephalitis. Dabei handelt es sich um eine durch eine Fehlreaktion des Immunsystems bedingte Gehirnentzündung.
  • Schizophrenie und schizoaffektive Erkrankungen
  • bipolare und depressive Erkrankungen mit psychotischen Symptomen
  • durch Alkohol, Cannabis, andere Substanzen oder Medikamente ausgelöste Psychosen

Zur Differenzialdiagnostik gehört außerdem die Abgrenzung gegenüber Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Autismus-Spektrum-Störungen, Zwangsstörungen und Angsterkrankungen. Diese können auch gemeinsam mit einer psychotischen Erkrankung auftreten.

Zur Abklärung gehören Gespräche, eine körperliche und neurologische Untersuchung sowie Laboruntersuchungen. Je nach Fragestellung können weitere Untersuchungen sinnvoll sein, etwa eine Messung der Hirnströme (EEG), eine Bildgebung des Gehirns (MRT) oder eine Untersuchung des Nervenwassers (Liquor). Wir erläutern Ihnen, warum wir eine Untersuchung empfehlen und wie sie abläuft. Bei Bedarf arbeiten wir insbesondere mit der Neurologie zusammen.

Bei ersten oder noch unklaren Anzeichen einer Psychose arbeiten wir mit dem Früherkennungs- und Therapiezentrum für Psychosen Magdeburg (FeTZ) zusammen. Erste Veränderungen bedeuten nicht automatisch, dass eine Schizophrenie vorliegt. Eine sorgfältige Abklärung hilft, passende Unterstützung zu finden.

 

Die medizinische Behandlung richtet sich nach der Diagnose und Ihren persönlichen Bedürfnissen. Antipsychotika können psychotische Beschwerden wie Stimmenhören oder bedrohliche Überzeugungen lindern und weiteren Erkrankungsphasen vorbeugen. Gemeinsam besprechen wir Nutzen, mögliche Nebenwirkungen, Alternativen und Ihre bisherigen Erfahrungen. Bei bipolaren Erkrankungen können auch stimmungsstabilisierende Medikamente infrage kommen.

Wir stimmen Präparat und Dosierung individuell ab und prüfen regelmäßig Wirkung und Verträglichkeit. Dazu gehören, abhängig vom Medikament und Ihrer Situation, Blutuntersuchungen, EKG und die Bestimmung von Medikamentenspiegeln im Blut. So können wir zum Beispiel klären, ob die Wirkstoffmenge passend ist oder Wechselwirkungen berücksichtigt werden müssen. Gewicht, Blutdruck und Stoffwechsel behalten wir ebenfalls im Blick.

Wenn die Wirkung nicht ausreicht, prüfen wir die Diagnose, die bisherige Behandlungsdauer, Dosierung, Medikamentenspiegel und mögliche Wechselwirkungen. Danach besprechen wir geeignete Anpassungen oder einen Medikamentenwechsel. Bei einer gesicherten medikamentösen Therapieresistenz der Schizophrenie kommt insbesondere Clozapin infrage; dabei sind besondere Kontrolluntersuchungen erforderlich.

Neben Tabletten können bei geeigneten Medikamenten länger wirksame Depotinjektionen eine Möglichkeit sein. Sie werden in größeren Zeitabständen gegeben. Ob diese Form zu Ihnen passt, besprechen wir gemeinsam.

Bei katatonen Syndromen und ausgewählten therapieresistenten Verläufen bieten wir auch Elektrokonvulsionstherapie (EKT) an; über die individuelle Eignung, den Ablauf, Nutzen und Risiken sprechen wir gesondert.

Kognitive Verhaltenstherapie bei Psychosen

In Einzel- und Gruppengesprächen nutzen wir unter anderem die kognitive Verhaltenstherapie für Menschen mit Psychosen. Grundlage ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit: Wir nehmen Ihre Erfahrungen ernst, erklären unser Vorgehen und vereinbaren gemeinsam, was Sie verändern möchten.

Unser Vorgehen orientiert sich unter anderem an den Arbeiten von Prof. Dr. Stefan Klingberg an der Universitätsklinik Tübingen zur kognitiven Verhaltenstherapie bei Psychosen.

Gemeinsam entwickeln wir ein persönliches Verständnis Ihrer Beschwerden. Dabei betrachten wir das Zusammenspiel von Belastungen, Schlaf, individuellen Empfindlichkeiten und hilfreichen Erfahrungen. Auch Ihre Beziehungen und unterschiedliche Sichtweisen in Ihrem Umfeld beziehen wir ein.

Wenn Gedanken bedrohlich wirken oder Stimmen belasten, suchen wir behutsam nach Möglichkeiten, damit umzugehen. Dazu können das Prüfen weiterer Erklärungen, ein anderer Umgang mit der eigenen Aufmerksamkeit und passende Strategien zur Entlastung gehören. Bei Antriebsmangel oder Rückzug planen wir kleine, erreichbare Schritte, die wieder mehr Aktivität und Kontakt ermöglichen.

In der Psychoedukation vermitteln wir verständliches Wissen über Psychosen und ihre Behandlung. Sie lernen, persönliche Frühwarnzeichen zu erkennen und hilfreiche Schritte für belastende Situationen vorzubereiten. Auch der Umgang mit Gefühlen und die Bedeutung von Alkohol, Cannabis oder anderen Substanzen können Thema sein. Wenn Sie möchten, beziehen wir Angehörige oder andere vertraute Menschen in gemeinsame Gespräche und die Krisenplanung ein.

Die Pflege begleitet Sie im Stationsalltag und ist eine wichtige Anlaufstelle für Ihre Fragen und Anliegen. Verlässliche Ansprechpersonen, Gespräche und eine nachvollziehbare Tagesstruktur helfen, Orientierung und Vertrauen zu finden. In einem geschützten und wertschätzenden Rahmen achten wir gemeinsam darauf, was Ihnen guttut, welche Belastungen auftreten und welche Unterstützung Sie im Alltag benötigen. Die Pflege stimmt sich dazu eng mit den anderen Berufsgruppen ab.

Zu unseren angeleiteten Angeboten gehören auch therapeutisches Boxen und Tonschlagen. Dabei können Sie körperlichen Ausdruck erproben und die eigene Anspannung bewusster wahrnehmen. Wir besprechen mit Ihnen, ob und in welcher Form das Angebot zu Ihrer Situation und aktuellen Belastbarkeit passt.

Ausgewählte Bücher, kurze Texte und Arbeitsblätter ergänzen die Gespräche. Gemeinsam besprechen wir, was davon zu Ihrer Situation passt und was Sie im Alltag ausprobieren möchten. Dieses therapeutisch begleitete Lesen wird auch Bibliotherapie genannt. Umfang und Tempo richten sich nach Ihren Interessen und Ihrer Konzentrationsfähigkeit.

Im metakognitiven Training (MKT) geht es darum, das eigene Denken besser kennenzulernen. An Beispielen prüfen wir, wie Schlussfolgerungen entstehen und ob auch andere Erklärungen möglich sind. Wir üben, mit Unsicherheit umzugehen und belastende Überzeugungen mit etwas mehr Abstand zu betrachten.

Wir nutzen das Metakognitive Training für Psychosen, das Prof. Dr. Steffen Moritz am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gemeinsam mit Todd Woodward und weiteren Mitarbeitenden entwickelt hat. Informationen und Begleitmaterialien stellt das Team um Prof. Moritz am UKE Hamburg bereit.

Wenn Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Planung schwerfallen, kann ein angeleitetes kognitives Training unterstützen. Das computergestützte Training mit RehaCom wird bei uns durch die Ergotherapie begleitet. Psychologische Untersuchungen vor und nach dem Trainingsabschnitt helfen, die Übungen auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen und Veränderungen einzuschätzen. Gemeinsam überlegen wir, wie Sie das Geübte im Alltag nutzen können.

Ergotherapie bietet auch dann Ausdrucksmöglichkeiten, wenn es schwerfällt, über Belastungen zu sprechen. Beim Malen, Gestalten mit Ton oder Arbeiten mit Textilien können Sie eigene Fähigkeiten erproben, Ausdauer aufbauen und Tätigkeiten planen. Dabei geht es um konkrete Ziele: wieder eine Aufgabe beginnen und zu Ende führen, Entscheidungen treffen oder den Alltag selbstständiger gestalten. Haushaltsnahes Training, etwa das Vorbereiten und Kochen einfacher Mahlzeiten, unterstützt den Transfer in den Alltag.

In der Musiktherapie bieten einfache Instrumente, gemeinsames Musizieren und Musikhören Raum, Gefühle auszudrücken, sich selbst wahrzunehmen und miteinander in Kontakt zu kommen. Musik kann auch helfen, zur Ruhe zu finden und einen Einstieg ins Gespräch zu erleichtern. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich; wie aktiv Sie mitmachen, stimmen wir mit Ihnen ab.

Bewegung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Behandlung. Angepasstes Ausdauertraining, zum Beispiel am Ergometer, Physiotherapie und weitere angeleitete Bewegungsangebote unterstützen die körperliche Fitness und können das seelische Befinden und die Bewältigung des Alltags günstig beeinflussen. Auch Spaziergänge und gemeinsame Aktivitäten gehören zum Stationsalltag.

Wir stimmen die Belastung auf Ihre gesundheitlichen Voraussetzungen und Ihre aktuelle Kraft ab. Dabei zählen erreichbare persönliche Ziele und die Freude an Bewegung. Bewegungstherapie kann außerdem helfen, den eigenen Körper und Spannungszustände wahrzunehmen und Gefühle auf andere Weise auszudrücken. Gemeinsam überlegen wir, wie Sie nach dem Aufenthalt aktiv bleiben können und welche wohnortnahen Angebote zu Ihnen passen.

Wir behalten auch Ihre körperliche Gesundheit im Blick. Wir kontrollieren unter anderem Gewicht, Blutdruck und Stoffwechselwerte wie Blutzucker beziehungsweise Langzeitblutzucker (HbA1c) und Blutfette. Ernährungsberatung und praktische Anregungen für Mahlzeiten im Alltag ergänzen Bewegung und Sport. Gewichtsveränderungen nehmen wir ernst und besprechen mögliche Ursachen, einschließlich Medikamentenwirkungen.

Wenn diese Maßnahmen bei einer Gewichtszunahme unter Antipsychotika nicht ausreichen, prüfen wir zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten, etwa Metformin. Nutzen, Risiken und den Einsatz außerhalb der Zulassung für diesen Zweck besprechen wir individuell.

Kurze, angeleitete Achtsamkeitsübungen können unterstützen, Anspannung und Gefühle bewusster wahrzunehmen und hilfreiche Wege im Umgang mit Belastungen zu entwickeln. Dabei greifen wir auch Anregungen aus der Achtsamkeitspraxis nach Jon Kabat-Zinn auf. Übungen und Dauer werden an Ihre Situation angepasst; Sie können jederzeit unterbrechen. Weitere Entspannungsangebote ergänzen die Behandlung. Im Snoezelen-Raum können dosierte Licht-, Klang- und andere Sinneseindrücke eingesetzt werden. Wir achten darauf, was Sie als angenehm erleben.

In der Sozialtherapie und im sozialen Kompetenztraining üben Sie zum Beispiel, eigene Bedürfnisse auszudrücken, Kontakte zu gestalten und Alltagssituationen zu bewältigen. Gemeinsame Aktivitäten helfen, Interessen und vorhandene Stärken wiederzuentdecken. Der Sozialdienst unterstützt bei Fragen zu Wohnen, finanzieller Absicherung, Ausbildung und Arbeit sowie bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. Wir helfen, nächste Schritte zu ordnen, etwa bei Anträgen oder der Vorbereitung wichtiger Termine.

 

 So kann eine Woche auf Station 4 aussehen

Ein verlässlicher Tagesablauf hilft, Orientierung zu finden. Die folgende Beispielwoche zeigt typische Gespräche, Gruppenangebote, Bewegung und gemeinsame Aktivitäten auf unserer Station. Ihren persönlichen Therapieplan stimmen wir mit Ihnen ab. Er richtet sich nach Ihren Zielen, Ihrem Behandlungsbedarf und Ihrer aktuellen Belastbarkeit; Termine und Angebote können sich ändern.

Gemeinsamer Tagesrahmen von Montag bis Freitag

  • 06:30 Uhr Wecken; 07:10 Uhr Spaziergang, donnerstags Frühsport
  • 07:30 Uhr Frühstück; 07:45 Uhr Morgenrunde
  • 12:00 Uhr Mittagessen, donnerstags nach dem Ausflug gegen 12:10 oder 13:10 Uhr
  • 14:30 Uhr Kaffeezeit, freitags Wochenausklang; 18:00 Uhr Abendessen

Die Zeiten dienen zur Orientierung. Manche Angebote finden parallel oder in unterschiedlichen Gruppen statt. Sie nehmen an den für Sie vereinbarten Terminen teil.

Beispielwoche von Montag bis Freitag
TagVormittagNachmittagAbend
Montag

08:30 / 09:30 Ergotherapie in Gruppen

09:00 Einzelvisite

11:15 Bewegungstherapie

12:50 Ergotherapie

13:50 Backgruppenbesprechung

19:00 Stationsgruppe

Abendspaziergang nach Absprache

Dienstag

08:15 Soziales Kompetenztraining

09:15 Offene Ergotherapie (unregelmäßig, nur nach Absprache)

10:15 Bewegungstherapie

11:00 Metakognitives Training

13:45 Lied- und Spielgruppe

19:00 Offene kreative Gruppe

Abendspaziergang nach Absprache

Mittwoch

08:30 Ergotherapie

09:00 Oberärztliche Visite

11:00 Ressourcenaktivierungsgruppe

13:15 Entspannung

13:30 Ergotherapie

16:30 Lebensnahes Training

19:00 Mandala malen

Abendspaziergang nach Absprache

Donnerstag

08:00 Psychoedukation

09:00 Ergotherapie

10:00–12:00 / 13:00 Ausflug

15:30 Genusstraining

19:00 Spieleabend (ohne Spaziergang)

Freitag

08:30 Backgruppe

09:00 Gruppenvisite

09:30 Suchtgruppe

11:15 Bewegungstherapie

14:30 Wochenausklang

19:00 Spaziergang

 

Angehörige und andere vertraute Personen

Mit Ihrem Einverständnis beziehen wir Angehörige oder andere vertraute Menschen in Gespräche ein. Gemeinsam besprechen wir, welche Veränderungen früh auffallen, wie unterschiedliche Einschätzungen zusammenpassen und was im Alltag entlastet. Verständliche Informationen über die Erkrankung und ein gemeinsam besprochener Krisenplan können dabei helfen. Auch die Fragen, Belastungen und Grenzen Ihrer Bezugspersonen haben Platz.

Zusätzlichen Austausch ermöglicht das Psychose-Seminar Magdeburg: Menschen mit Psychoseerfahrung, Angehörige und Fachleute bringen ihre Perspektiven ein. Informationen zu Terminen sowie Beratungs- und Selbsthilfeangebote für Angehörige finden Sie in unserer Linkliste.

Die Zeit nach dem Aufenthalt

Schon während der Behandlung bereiten wir mit Ihnen die nächsten Schritte vor. Dazu gehören die ambulante Weiterbehandlung und Unterstützung im Alltag. Bei entsprechendem Behandlungsbedarf kann die Psychiatrische Institutsambulanz unserer Klinik einbezogen werden. Auch eine teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik kann als Übergang infrage kommen; dabei verbringen Sie den Tag in der Klinik und übernachten zu Hause. Für jüngere Menschen mit ersten oder unklaren Anzeichen einer Psychose ist das FeTZ eine weitere Anlaufstelle.

 

Mein persönlicher Krisen- und Notfallplan

Was hilft mir, wenn es mir schlechter geht? Wen kann ich ansprechen? Ein persönlicher Krisen- und Notfallplan hält Ihre Warnzeichen, hilfreiche Schritte und wichtige Kontakte fest. Besprechen Sie den Plan möglichst gemeinsam mit Ihrem Behandlungsteam und, wenn Sie möchten, einer vertrauten Person. Die kleine Krisenkarte fasst das Wichtigste für den Geldbeutel zusammen.

Sie können die Dateien am Bildschirm oder nach dem Ausdrucken von Hand ausfüllen. Persönliche Angaben werden durch die PDF-Dateien nicht an die Klinik gesendet. Bitte speichern Sie Ihre ausgefüllte Datei selbst. Zum Drucken der Karte wählen Sie „Tatsächliche Größe“ beziehungsweise 100 %.

Bei unmittelbarer Gefahr für Sie oder andere oder bei einem lebensbedrohlichen Notfall wählen Sie 112. Sie müssen die Schritte des Plans dann nicht erst durchlaufen.

Ärztliche Hilfe: Bei dringenden, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, die außerhalb der Sprechzeiten nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können, erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Der telefonische Patientenservice ist rund um die Uhr erreichbar.

Ein Gespräch in einer Krise: Die TelefonSeelsorge ist unter 116 123 rund um die Uhr kostenfrei und anonym erreichbar.

Informationen und Unterstützung

Diese Angebote können Ihnen und Ihren Angehörigen helfen, Fragen zu klären und weitere Unterstützung zu finden.

 

 

Forschung und Studienteilnahme

Unsere klinische Arbeit ist mit der Forschung der Universitätsklinik verbunden. Die Arbeitsgruppe Translationale Psychiatrie unter Leitung von Prof. Dr. Johann Steiner untersucht unter anderem, welche Rolle Immun- und Entzündungsprozesse sowie der Stoffwechsel bei psychischen Erkrankungen spielen. Ziel ist es, Erkrankungen besser zu verstehen und Diagnostik und Behandlung weiterzuentwickeln.

Wenn eine Studie für Ihre Situation infrage kommt, informieren wir Sie gesondert über Ziele, Ablauf sowie mögliche Belastungen und Risiken. Die Teilnahme ist freiwillig. Wenn Sie nicht teilnehmen möchten, entstehen Ihnen daraus keine Nachteile für Ihre reguläre Behandlung.

 

Klinische Supervision

Prof. Dr. med. Johann Steiner

Ständiger Vertreter des Klinikdirektors und Professor für Translationale Psychiatrie

johann.steiner@med.ovgu.de

Als Universitätsklinik beziehen wir aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in die Behandlung ein und besprechen das Vorgehen im Team.

Aufnahme und Kontakt

Für eine geplante stationäre Aufnahme nutzen Sie bitte die zentrale Anmeldung unserer Klinik. Dort finden Sie die benötigten Angaben; ein Einweisungsschein ist erforderlich. Bei organisatorischen Fragen unterstützt Sie das Case Management unter 0391 67 15024. Fragen zur Station beantwortet das Stationsteam unter 0391 67 15231.

Das hilft bei der Vorbereitung

  • Notieren Sie, welche Veränderungen Sie bemerken, seit wann sie bestehen und welche Fragen oder Ziele Ihnen wichtig sind.
  • Bringen Sie vorhandene Vorbefunde und einen aktuellen Medikamentenplan mit.
  • Überlegen Sie, ob Sie eine vertraute Person zu einem Gespräch hinzuziehen möchten.

Stationsleitung

Yvonne Struck · 0391 67 15231

Sozialdienst

Frances Höfflin · 0391 67 14199

Case Management

Bianca Pulbere · 0391 67 15024

Bei Fragen zur Station und zur stationären Behandlung erreichen Sie uns telefonisch.

Telefon: +49 391 67-15231

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Leipziger Straße 44, Haus 4
39120 Magdeburg

Bei unmittelbarer Gefahr oder einem lebensbedrohlichen Notfall wählen Sie den Notruf 112.

 

 

Letzte Änderung: 28.09.2026 - Ansprechpartner: Webmaster