UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE

Infrastrukturprojekte

Zuwendungstitel: DZPG Ausbauförderung - Infrastrukturprojekte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Förderkennzeichen: 01EE2505G

Projektlaufzeit: 01.09.2025 - 31.08.2030 

Fördermittelgeber: bund; BMFTR (bei Antragstellung BMBF)

Zuwendungsempfänger: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische Fakultät


 

Infrastruktur Neuromodulation

Die Forschungsinfrastruktur Neuromodulation bündelt im DZPG die Expertise zu Verfahren, mit denen neuronale Aktivität gezielt beeinflusst werden kann. Dazu zählen unter anderem nicht-invasive Hirnstimulation und Neurofeedback. Ziel ist es, diese Verfahren wissenschaftlich weiterzuentwickeln, stärker zu individualisieren und ihre Anwendung bei psychischen Erkrankungen zu verbessern. Dafür werden Kompetenzen und Methoden standortübergreifend vernetzt, gemeinsame Studien unterstützt und Standards für Forschung und klinische Anwendung entwickelt.

In Magdeburg knüpft die Neuromodulationsforschung an die besondere Expertise des Standorts zu neuronalen Schaltkreisen, Plastizität und bildgebenden Verfahren an. Untersucht wird, wie relevante Gehirnnetzwerke gezielt beeinflusst werden können und welche biologischen und funktionellen Merkmale sich als Ansatzpunkte für individualisierte Interventionen eignen. Neuromodulatorische Verfahren werden dabei eng mit Bildgebung und weiteren neurowissenschaftlichen Methoden verbunden, um Wirkmechanismen besser zu verstehen und neue therapeutische Ansätze in Richtung klinischer Anwendung weiterzuentwickeln.

Koordination in Magdeburg: Prof. Dr. Kerstin Krauel (OVGU)

Federführung: Prof. Dr. Andreas Fallgatter (UKT)


 

Infrastruktur Imaging 

Die Forschungsinfrastruktur Bildgebung schafft gemeinsame Voraussetzungen für bildgebende Forschung über die DZPG-Standorte hinweg. Dazu werden Verfahren zur Erhebung, Verarbeitung, Qualitätskontrolle und Auswertung von Bildgebungsdaten harmonisiert. Einheitliche Protokolle und Analyseverfahren ermöglichen es, Daten verschiedener Standorte zusammenzuführen und in größeren multizentrischen Studien gemeinsam auszuwerten. Neben der MRT-Bildgebung werden perspektivisch auch weitere Verfahren wie EEG, MEG und fNIRS einbezogen.

Magdeburg übernimmt gemeinsam mit Jena eine zentrale Rolle bei der Koordination der DZPG-Bildgebungsinfrastruktur. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau eines standortübergreifenden Ultrahochfeld-MRT-Netzwerks und der Weiterentwicklung harmonisierter Verfahren für die hochauflösende Untersuchung von Hirnstruktur und Hirnfunktion. Dafür werden gemeinsame Messparameter, Qualitätsstandards und Auswertungsverfahren entwickelt und in multizentrischen Untersuchungen eingesetzt. Zugleich bringt Magdeburg seine besondere Expertise in der Ultrahochfeld-Bildgebung und der Untersuchung neuronaler Netzwerke in die DZPG-weite Zusammenarbeit ein.

Koordination in Magdeburg: Prof. Dr. Oliver Speck (OVGU)

Federführung: Prof. Dr. Martin Walter (UKJ)

 

Letzte Änderung: 09.10.2026 - Ansprechpartner: Webmaster