UNIVERSITÄTSKLINIK FÜR PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE

MRT-Studie

MRT-Studien


Mit der Magnetresonanztomographie (MRT) können Veränderungen des Blutflusses und der Gehirnaktivität sowie Strukturen des Gehirns schmerzfrei und ohne Eingriff in den Körper mit Hilfe von Radiowellen in einem großen Magnetfeld untersucht werden. Die so ermittelten Messwerte erlauben Rückschlüsse auf den Funktionszustand des zentralen Nervensystems. Bei Beachtung der Ausschlusskriterien bzw. möglicher Kontraindikationen (z. B. metallhaltige Körperimplantate, Epilepsie, Tinnitus, Schwangerschaft) bestehen bei einer MRT-Untersuchung keine bekannten Risiken.

Im Rahmen folgender Studien suchen wir Teilnehmer (gesunde Probanden, Patienten):

Studie 1: Neuronale Korrelate der Depression - Bedeutung von kindheitsschädigenden Einflüssen


Klinischer Hintergrund dieser Studie ist, dass sowohl Stressfaktoren als auch biologische Faktoren Ursachen für Depressionen darstellen, die zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen gehören. Stressfaktoren, die die funktionelle Entwicklung des Gehirns beeinflussen sind z. B. kindheitsschädigende Einflüsse, wie Missbrauch oder Vernachlässigung. Protektiv wirken sich dagegen günstige Beziehungen zu den Bezugspersonen aus. Ziel dieser Studie ist es deshalb, mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) sowie Untersuchungen von Stresshormonen und Entzündungsfaktoren die zugrundeliegenden Ursachen von Depressionen zu erforschen.

Flyer_ Depression

Studie 2: Beeinflusst Missbrauch in der Kindheit Metaboliten im Gehirn von Personen
mit komorbiden Depressionen und Angststörungen?


Forschungsergebnisse der letzten Jahre weisen darauf hin, dass Veränderungen in der Hirnfunktion, im Immunsystem und im Hormonsystem eine wichtige Rolle bei der Entstehung und beim Fortschreiten von sowohl Depressionen als auch Angststörungen spielen. Ziel dieser Studie ist es, mittels fMRT und Diffusion-MRT-Untersuchung die zugrundeliegenden Ursachen und Mechanismen von Depressionen und im speziellen von gemeinsam auftretender Depression und Angststörung zu erforschen. Außerdem soll der Zusammenhang zwischen Stressfaktoren, genetischen Faktoren und den funktionellen Veränderungen untersucht werden. Dafür werden Stressfaktoren erfragt als auch der Zustand des Stresshormonsystems und von entzündlichen Faktoren im Blut sowie des Stresshormons Kortisol im Speichel gemessen.

Flyer Angststudie

Studie 3: Neurobiologische Korrelate appetitiver Gewaltperzeption


Diese Studie untersucht die hedonistischen Aspekte von Gewalt. Sowohl bereits in der Antike (z. B. Gladiatorenwettkämpfe) als auch heutzutage (z. B. Actionfilme,Killercomputerspiele, Boxen) begeistern sich viele Menschen für Gewalt. Was ist das Faszinierende, Spannende, Erregende an Gewalt? Wie bildet sich diese hedonistische Komponente im Gehirn ab? Ziel ist es, zu untersuchen, welche Bereiche im menschlichen Gehirn aktiv sind, wenn wir uns an Gewalt erfreuen.

Flyer Gewaltstudie

 

Letzte Änderung: 15.02.2020 - Ansprechpartner:

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